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April, April

Auf dieser und den folgenden Seiten habe ich auf vielfachen Wunsch einige Reaktionen unserer Benutzer auf eine Meldung zusammengestellt, die am ersten April die Gemüter an der FH bewegt hat.... :-)

Hier nochmal die Meldung. Hier nun die Reaktionen darauf...

Um es nochmal ganz klar zu machen...
Es ist von der Bundesregierung sowas wie beschrieben nicht geplant - weiterhin ist in der Begründung ein Fehler enthalten - auf Postwertzeichen (das sind Briefmarken ;-) wird keine Mehrwertsteuer erhoben, da es sich hierbei um Gebühren handelt. Dies wird erst dann möglich, wenn das Briefbeförderungsmonopol der Post fällt und der Laden privatisiert wird.(Danke an Dieter für die Infos ;-)

Also, viel Spaß beim Lesen,

Uwe Poliak


Liebe Mailbenutzer,

folgende Meldung kam grade herein. Sie ist wichtig und betrifft all diejenigen, die mit EMail arbeiten.

Bundestag beschließt Gebührenordnung für elektronische Post

Bonn (ea). In seiner Sitzung am 01.04. hat der Bundestag gegen die Stimmen der Opposition beschlossen, ab dem 1.5.98 für den Versand von elektronischen Nachrichten (sogenannte EMail) eine neue Steuer zu erheben.

Damit soll das in den letzten Monaten stark zurückgehende Steueraufkommen zum Teil ausgeglichen werden. Ein Sprecher des Finanzministeriums sagte, daß es nicht einzusehen sei, daß die Menschen und Firmen, die per elektronischer Post miteinander in Kontakt treten würden, denen gegenüber finanziell besser gestellt seien als diejenigen, die die konventionellen Postwege nutzten.

So ist in den letzten Monaten ein starker Rückgang des Verkaufs der Briefmarken und anderer Postwertzeichen festzustellen gewesen, der mit der entsprechend ständig steigenden Anzahl der elektronischen Nachrichten einhergehe. Mit diesem Rückgang des Verkaufs der Postwertzeichen ist auch ein starker Rückgang der auf die Artikel erhobene Mehrwertsteuer verbunden.

Um diesem Trend entgegenzusteuern, erlies der Bundestag die neue EMail-Steuer. Sie soll sich am Mehrwertsteueranteil der Postwertzeichen orientieren und soll sich - vergleichbar wie die normale Brief- und Paketpost - einerseits am Umfang der Sendung, andererseits auch am Heimatland des Empfängers orientieren und nur für den Versand gelten. Der Empfang von EMails bleibt auch in Zukunft kostenlos.

Die Internetanbieter in Deutschland werden verpflichtet, Programme zu installieren, die die Auswertung und Abrechnung übernehmen sollen und die bezahlten Gebühren dann an das Finanzamt abzuführen. Die entsprechenden Programmpakete wurden bei einem großen deutschen Systemhaus des Daimler-Benz-Konzerns entwickelt und im Lauf dieser Woche an die Internetanbieter ausgeliefert.

In der folgenden Tabelle sind die neuen Gebühren zusammengestellt:

Gebührenstufe Datenmenge entspricht Kosten
normale Textmails bzw. Textteil einer Nachricht mit Anlagen  
I bis 18000 Bytes 3 Seiten =
Standardbrief
DM 0,16
II bis 180000 Bytes 30 Seiten =
Kompaktbrief
DM 0,32
III über 180000 Bytes Großbrief DM 0,48
Anlagen zzgl.
Ia bis 3 Seiten Anlagen aus
aus Textverarbeitung
Standardbrief DM 0,16
IIa Grafiken
bis zu 10 Seiten
Großbrief DM 0,48
IIIa Programme aller Art und sonstige bis zur mit 10 Disketten vergleichbaren Speichermenge Päckchen DM 0,60
IIIb über 10 Disketten Paket DM 1,00
Empfänger zzgl.
I-A Versand ins Ausland
(EU)
- DM 0,05/kByte
I-Aa Versand ins Ausland
(Nicht-EU)
- DM 0,07/kByte

Das bei den Internetanbietern installierte Abrechnungs-Programm prüft die versandten Nachrichten hinsichtlich des Umfangs und des Empfängers und sorgt für die Rechnungserstellung. Die Herstellerfirma betonte, daß durch umfangreiche Sicherungsmaßnahmen in der Software kein unberechtigter externer Zugriff auf die Abrechnungs-Daten erfolgen könne und wies damit Kritik von Seiten der Verbraucherschutzverbände zurück, die die Datensicherheit des Systems kritisiert hatten.

Von Seiten der Internetanbieter in Deutschland, zu denen auch die großen Onlinedienste T-Online, AOL und Compuserve gehören, war bis Redaktionsschluß keine Stellungsnahme zu bekommen. -ea-


So, soweit die offizielle Meldung.

Nun geht's um die Abwicklung. Das läuft folgendermassen ab: Die Webseite, wo Sie das ganze hier nochmals genauestens aufgeschlüsselt finden, lautet https://mailserv.fh-reutlingen.de/gebuehren/. Dort finden Sie auch ein Formular, in welchem Sie bitte angeben, wie die Bezahlung Ihrer aufgelaufenen Gebühren erfolgen soll: Per Einzugsermächtigung oder aber per monatlicher oder vierteljährlicher Rechnung. Im ersteren Fall geben Sie bitte Ihre Bankverbindung an (Gesicherte und verschlüsselte Datenübertragung!), ansonsten die Rechnungsadresse. Abrechnungen können im Moment aus technischen Gründen nicht via Creditkarte erfolgen. Sobald diese Möglichkeit aber geschaffen ist, werden Sie informiert.

Bitte beachten Sie, daß auch dann auf Ihrem Konto Gebühren auflaufen, wenn Sie sich Ihre Emails nach außerhalb der FH, z.B. hotmail, mailme (Achtung: Auslandsgebühren fallen an) oder andere Anbieter weiterleiten lassen oder wenn Sie Mails automatisch durch einen vorgefertigten Text beantworten lassen. Vergleichen könnten Sie dieses mit der Weiterleitung von Telefonaten. Hier bezahlt der Anrufer die Verbindung zu Ihrem Anschluß - wenn dieser nach woanders hin umgeleitet wurde, bezahlen Sie die Gebühren für die Weiterleitung.

Sie können Ihre aktuell aufgelaufenen Gebühren auch ständig abrufen. Hierzu existiert auf der o.g. Webseite ein Knopf, über den dies möglich ist. Sie können sich Ihren aktuellen Zählerstand auch per Mail (kostenlos) zusenden lassen.

FH-interne Nachrichten bleiben gebührenfrei, vergleichbar der Hauspost.

Selbiges gilt bei Kontakten vom Hohbuch in die Federnseestraße und umgekehrt.

Beachten Sie, daß es sich dabei um eine gesicherte und verschlüsselte Verbindung handelt. Da wir aber für diese Verbindung noch kein offizielles Zertifikat erhaltn haben (wird bis 1.5.98 beschafft), müssen Sie beim ersten Aufrufen der Seite einige Meldungen positiv (4x Next>, 1x Finish bei Netscape, 1x OK bei Microsoft IE4) bestätigen, um durchgelassen zu werden. Dies hat den Zweck, daß Ihre Daten, wie Ihre Kontonummer etc. nicht von Dritten abgehört werden können.

mfg Uwe Poliak
Rechenzentrum

03.04.1998, Uwe Poliak